.
Wie lebt es sich so?

Ich tauche für eine Weile in verschiedene Lebensrhythmen ein. 
Nicht, um sie zu erklären, sondern um sie ehrlich zu erleben.

Aus diesen Erfahrungen entstehen 
ERFAHRUNGSFILME.
Ohne Inszenierung.
Ohne Schick-Schnack.

Es geht um Begegnungen mit fremden Lebenswelten. 
Und darüber, was sie im Menschen verändern.
.
"Bärenecke" / 2013-2026
Art-Doku - 2026 - 30 m 30 sec
Cover
​​​​​​​​​​​​​Filminfo
Wie lebt es sich so? Wir wollten es damals ausprobieren.
Für eine Weile verließen wir Deutschland 
(eigentlich dachten wir, es ist für immer) 
und lebten erst bei Verwandten, 
und anschließend in einem abgelegenen Dorf – 
5.642 Kilometer entfernt von unserem bisherigen komfortablen Alltag.

Ein Haus, Schnee, fremde Räume, neue Gewohnheiten... 
Wir versuchten nicht, ein neues Leben zu inszenieren. 
Wir wollten herausfinden, wie es sich anfühlt, 
wenn der eigene Alltag plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist. 

Und wir wollten ein Familiengut aufbauen…
„Bärenecke“ ist ein Erfahrungsfilm über Nähe und Fremdheit, 
über eigene Erwartungen, rauen Alltag und die Frage, 
ob ein anderes Leben unser eigenes sein könnte.

Wir besuchten später weitere Orte und suchten nach unserem Traum. 
Aber nach neun Monaten kehrten wir nach Deutschland zurück.
Was geblieben ist, sind Bilder, 
Geräusche und Erinnerungen an eine Zeit, 
in der wir versucht haben, anders zu leben… 

Und es war wunderbar. Weil es echt war…

PS: Das gedrehte Material lag dreizehn Jahre in der Schublade.
Und nun ist ein Film daraus entstanden.

PS: Der fertige Film befindet sich für ein paar Monate
in der Festival-Phase. Deswegen ist er hier noch nicht zu sehen.
Tiser
Stills
Regiestatement
Ich wollte keinen Film über das Weggehen aus Deutschland machen.
Mich interessierte vielmehr, was danach passiert.
Eine neue Lebensidee klingt zunächst romantisch & euphorisch. 

Doch sobald man irgendwo ankommt, wird sie konkret: 
Man packt Kisten aus, schaufelt Schnee, kümmert sich um Tiere, 
macht Feuerholz, repariert Dinge, sucht nach Mäusen 
und versucht herauszufinden, 
wie man an diesem Ort überhaupt leben muss.

In Bärenecke interessiert mich genau dieser Übergang – 
der Moment, in dem die Vorstellung 
von einem neuen Leben auf den Alltag trifft.

Der Film beobachtet diese Zeit von innen. 
Nicht als Erfolgsgeschichte und nicht als Scheitern, 
sondern als eine vorübergehende Lebensphase mit Arbeit, 
Müdigkeit, Unsicherheit, Humor 
und kleinen absurden Momenten.

Ich wollte möglichst nah an dieser Erfahrung 
bleiben und nicht alles erklären.
Denn manchmal erzählt ein heruntergefallener Vorhang, 
ein kaputtes Heizsystem oder ein Stück Haushaltsseife mehr 
über ein Leben als jede große Erklärung.
Randnotizen

Geruch: Frischer Schnee. Tauwetter. 
Vermodertes Holz. Kuh- und Pferdescheiße.

Geräusche/Gedanken: Es waren soo viele... 
Aber das meiste Geräusch, das ich immer wieder hörte, 
war das Geräusch meines Geistes. Er flüsterte oft: 
"Du bist noch nicht reif, um anders zu leben. Um freier zu sein..."

PS: Hier folgen einige Szenen, 
die ebenfalls ein Teil dieser Lebenserfahrung waren...​​​​​​​
Achte auf Hygiene & versuche ein Sänger zu sein... #)
Mancher "Schnee" will einfach nicht schmelzen... #)
Versuche, ein guter Hausmann zu sein... #)
Technische Daten
Titel: BÄRENECKE
Jahr: 2013-2026
Regie: Alex Gorst
Genre: Art-Dokumentation
Laufzeit: ca. 30 min 30 sec
Originalsprache: Russisch
Untertitel: Deutsch / Englisch
Format: Full HD
Auflösung: 1920 × 1080 px
Seitenverhältnis: 16:9
Ton: Stereo
.

You may also like

↑Back to Top